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Internetlobby

Der Beruf des Lobbyist ist gemeinhin etwas negativ besetzt. Lobbyisten tauchen zwar selten in den Nachrichten auf, dennoch wird der Lobbyist mehr mit Korruption als mit Interessenvertretung assoziiert.

Doch eigentlich sieht Lobbying in den meisten Fällen nicht so aus, dass den Politikern gesagt wird was zu tun ist und diese setzten eins zu eins um, sondern besteht im wesentlichen aus der Beratung und Information von Entscheiddungsträgern. Da nicht jeder Abgeordnete des Bundestages Experte für alle Themenfelder sein kann ist dieses Vorgehen auch gut, wenn beide Seiten, also Pro und Kontra gehört werden. Und um gehört zu werden hat fast jede Branche oder Interessengemeinschaft eine Lobby, also eine Interessenvertretung. Bekannte Lobbyorganisationen in Deutschland sind zum Beispiel die Atomlobby “Deutsches Atomforum”, aber auch Greenpeace oder der WWF.

Am gestrigen Mittwoch hat eine Interessengemeinschaft eine Interessenvertretung bekommen, die fast 60 Millionen Menschen in Deutschland betrifft. Die digitale Gesellschaft will nun den Zahlreichen Usern des Internets eine Stimme geben.
Die Initiative von Netzpolitik Chefredakteur Markus Beckedahl will die deutsche Netzgemeinde in Zukunft in Themen wie Datenschutz, Vorratsdatenspeicherung oder Netzneutralität vertreten.

Die Initiative ist auf jeden Fall einen Klick wert: http://digitalegesellschaft.de/

(Mo)

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