Ueberblick über die Energiewende
Nach der plötzlichen Abkehr der Bundesregierung von der Atomkraft nach dem GAU in Japan ist die Energiewende in Deutschland nähergerückt. Da man den Energiebedarf in Zukunft nicht mehr mit der endlichen und Klimaschädlichen Verbrennung von Kohle und Gas decken kann und jetzt auch noch vorher so genannte “Brückentechnologie” Atomkraft wegbricht wird man sich nun schneller nach Alternativen umsehen müssen.
Auf dem Plan stehen:
- Ausbau der erneuerbaren Energien.
Windkraft, Wasserkraft und Solarenergie Wasserkraft fällt im relativ flachen Deutschland von vorn herein weg, die Windkraft ist schon zu großen Teilen ausgeschöpft und die Solarenergie kann man in Deutschland einfach nicht mehr viel rentabler machen. - Einsparungen und Innovation.
Einsparung und Innovation werden die zentralen Gebiete werden. Da bei der Energiegewinnung im Moment nicht viel mehr zu holen ist, müssen wir wohl sparen. Dabei gilt, das die Einsparungen nicht zu sehr auf den Lebensstandart drücken sollten. Und das ist schon jetzt durchaus möglich.
Innovation ist natürlich ein breiter Begriff und es wird immer Innovationen geben, doch für die Energiewende werden vor allem Innovationen in den Bereichen Speicherung elektrischer Energie und Entwicklung des neuen Stromnetzes gebraucht. Ein großes Problem für die regenerativen Energien ist deren Unberechenbarkeit. Mal bläst der Wind, mal bläst er nicht, Mal scheint die Sonne, mal scheint sie nicht. An manchen Tagen können die deutschen Windräder 80% des Verbrauches decken, an anderen eben nicht und oft herrscht ein Überschuss an Strom. Diesen Strom gilt es in effizienten Systemen, die es momentan noch nicht gibt, zu speichern. Ein weiterer Punkt, den die heutigen erneuerbaren Energien noch nicht bewältigen können sind die Stromabnahme Peaks. Mittags und Abends wenn viele Menschen in ganz Deutschland kochen, waschen oder das Licht einschalten steigt der Stromverbrauch stark an.Die dann benötigte Leistung können die regenerativen Energieträger nicht erbringen. Dazu wird an einer Idee mit Namen Smart Grid gearbeitet. In Zukunft könnte man zum Beispiel Waschmaschinen dann automatisiert starten lassen wenn der Strompreis niedrig ist und genug Strom vorhanden ist.
Insgesamt wäre es eine große Chance für Deutschland in dieses Zukunftsthema zu investieren, da die Technologie und das Wissen sicherlich bald auch der ganzen Welt gefragt sein wird.
Die neue Lösung ist auf jeden Fall dezentral und wird damit nicht ohne Widerstand der alten Stromriesen E.on, EnBW, RWE und Vattenfall vollzogen werden können.
Hoffen wir, das unsere Bundesregierung endlich mal den Mut hat etwas eigenes zu gestalten und sich nicht die Entscheidungen nach dem Moratorium von den Lobbyisten der Konzerne vorlegen lässt.
(Mo)